Was für eine Reise! Alles begann bei der Regionalmeisterschaft, wo wir uns mit einem starken dritten Platz das Ticket für die Deutsche Meisterschaft in Neuburg an der Donau sicherten. Hinter diesem Erfolg steckt monatelange harte Arbeit. Der Wettbewerb verlangt nämlich weit mehr, als nur ein schnelles Auto auf die Strecke zu schicken. Es ist die perfekte Kombination aus Technik, Teamarbeit und Kreativität.
Die Vorbereitung und Präzision bis ins Detail Unser Herzstück, das Fahrzeug für die Rennstrecke, entstand zuerst digital in einer CAD Software. Jedes Detail wurde aerodynamisch optimiert, bevor es an die Fertigung durch 3D Druck ging. Unser Ziel war maximale Geschwindigkeit bei minimalem Gewicht. Doch ein schnelles Auto allein reicht nicht aus. Wir mussten auch einen thematisch passenden Teamstand entwerfen, Portfolios schreiben und unsere Präsentation perfektionieren. Am 15. Mai war es dann so weit. Nach einer langen Zugfahrt bezogen wir unsere Apartments in Bayern. Während wir die letzten Einkäufe erledigten, liefen die Vorbereitungen in unserem Team bereits auf Hochtouren. Wir waren bereit.
Ankunft im Audi Driving Experience Center Der 16. Mai startete mit dem Aufbau unseres Teamstandes. Auf einer großen Ausstellungsfläche präsentierten wir nicht nur unser Fahrzeug, sondern unsere gesamte Teamidentität und Arbeitsweise. Es war ein tolles Gefühl zu sehen, wie alles zusammenkam. Am eigentlichen Renntag stieg die Spannung. Nach einer inspirierenden Rede von Stefan Dreyer, dem Technikvorstand der Audi Formula Racing GmbH, ging es endlich an die Strecke.
Bestzeiten auf der Rennstrecke Das Reglement ist hart, denn aus vier Läufen wird die beste Zeit gewertet. Wir wussten, dass unser Wagen schnell ist, aber das Ergebnis hat selbst unsere Erwartungen übertroffen. Mit einer Fabelzeit von 1,121 Sekunden sicherten wir uns die absolut schnellste Rennzeit der gesamten Meisterschaft. Damit belegten wir im reinen Zeitranking den ersten Platz. Neben der reinen Geschwindigkeit waren unsere Leistungen am Teamstand, in den Portfolios und bei der Präsentation entscheidend. Hier präsentierten wir unsere gesamte Entwicklungsarbeit und das fertige Teamkonzept. Unsere Vorstellung war so überzeugend, dass uns sogar die Vizeweltmeister vom Team Array aufmerksam zuhörten, während wir der Jury unsere technischen Lösungen erklärten.
Ein Sahnehäubchen zum Abschluss Bei der Siegerehrung kam der große Moment. In einem extrem starken Teilnehmerfeld belegten wir den fünften Gesamtrang, und das mit nur hauchdünnem Abstand zu den Teams, die sich für die Weltmeisterschaft qualifiziert haben. Besonders stolz sind wir auf die Sonderpreise, die wir mit nach Hause nehmen durften. Wir erhielten den Preis für das schnellste Auto, die Auszeichnung für die beste Konstruktion und den Preis „Vorsprung durch Technik“, welcher vom Gastgeber Audi verliehen wurde.
Als Belohnung für den Audi Sonderpreis durften wir etwas Einmaliges erleben. Es gab eine Fahrt im Sportwagen auf der Teststrecke. In unter drei Sekunden von Null auf Hundert beschleunigt zu werden, sorgte für einen unbeschreiblichen Adrenalinkick. Auch die anschließende Offroad Fahrt mit extremen Steigungen werden wir nie vergessen.
Ein großes Dankeschön Ein Projekt dieser Größe funktioniert niemals allein. Wir bedanken uns von ganzem Herzen bei all unseren Sponsoren und Unterstützern. Ohne eure großzügige finanzielle und materielle Hilfe wäre unsere Teilnahme an der Meisterschaft schlichtweg unmöglich gewesen. Ihr habt an uns geglaubt und uns diesen Traum ermöglicht.
Ein riesiger Dank gilt auch unserer betreuenden Lehrerin Frau Kraus, die genau wie wir unzählige private Stunden geopfert und uns immer unterstützt hat. Ebenso danken wir Frau Kosczelny für die Begleitung und Lisanne für die fantastischen Fotos. Ein weiteres Dankeschön geht an unser Backoffice Team für die großartige Organisation im Hintergrund.
An dieser Stelle möchten wir auch unseren Freunden von Nanox Racing ganz herzlich zu ihrem respektablen achten Gesamtrang gratulieren. Es war toll, diesen Weg gemeinsam mit einem weiteren Team unserer Schule zu gehen.
Wir sind erschöpft, aber glücklich zurückgekehrt. Und wer weiß, vielleicht greifen wir im nächsten Jahr ja noch einmal an!
Euer Team aiXplosion
